GLOSSAR

Glossar Open Space

Raumgestaltung und Architektur beeinflussen die Produktivität und das kreative Schaffen. Viel Raum, angenehmes Arbeiten und Platz für zahlreiche Kommunikationsmöglichkeiten – die Zukunft der Arbeitswelten gehört dem offenen Raumkonzept. Psychologen, Arbeitsmediziner und Wissenschaftler sind sich einig: Die Arbeitswelt in Open Space muss durchdacht gestaltet ein, sonst leidet nicht nur die Leistung, sondern auch die Gesundheit der Mitarbeiter. Im professionellen Planungsprozess entstehen Rückzugsorte, kreative Zonen und bedarfsgerechte Arbeitsbereiche, die mehr an eine Wohlfühlatmosphäre als Schreibtischwüste erinnern. Räume für Gruppen- und Einzelarbeiten, Pausenbüffet oder eine Relaxarea. Das moderne Büromotto wird als Weiterentwicklung des Multi-Space-Konzepts gesehen.

Der Begriff Open Space definiert ein offen gestaltetes Büro mit modernen Funktionselementen, die eine Verlagerung von Nutzen und Einsatzmöglichkeiten erlauben. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu gestalten, damit diese Kommunikation fördern, ohne unruhig zu wirken. Erstmals wurde das Konzept in den Niederlanden und in Skandinavien entwickelt. In Deutschland kommt es vermehrt seit 30 Jahren zum Einsatz. Das hohe Maß an Interaktion und Flexibilität am Arbeitsplatz sorgt für ein völlig neues Raumgefühl. Leistungsfördernd, teambildend und kreativ sind jene Eigenschaften, die sich von alten Großraumbüros erheblich unterscheiden. Beim Arbeitskonzept Open Space stehen Well Being und kommunikative Vorzüge im Vordergrund. Innenarchitekten binden Mitarbeiter aktiv in die Planung ein, obwohl bei den meisten Projekten eine feste Zuordnung der Arbeitsplätze aufgehoben ist. Beim idealen Life Work Space finden Flächen physisch zusammen. Ihre Anordnung erfolgt in Gruppen, ihre räumliche Trennung wird durch Pflanzen, Regale, flexible Raumtrenner oder Schränke vollzogen.
Räume im Loft-Charakter strahlen Offenheit aus. Daher folgt die klare Linie der Innenarchitektur einem herstellerneutralen Flächennutzungskonzept und greift auf die neuesten Erkenntnisse aus der Arbeitsforschung zurück. Unter Einsatz aktueller Technologien erarbeiten prämierte Innenarchitektinnen fotorealistische 3-D-Visualisierungen. In die Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelten können Kunden aktiv eingreifen und Änderungen nach ihren Vorstellungen platzieren. Arbeiten innerhalb des Open-Space-Konzepts umfasst Arbeitsflächen und Schreibtische, Lounges mit Sofas und offene Küchen. Klassische Open Spaces bestehen aus einem Flächenanteil sogenannter Flex-Desks, die nach dem Prinzip „first come first serve“ vergeben werden. Zusätzlich verbinden hybride Arbeitsbereiche private Büros, die an den offenen Bereich anschließen.
Je nach Arbeitsaktivität und kreativer Inspiration nimmt Interior Design Rücksicht auf unterschiedliche Anforderungen. Thinktanks als gläserne Räume sowie schallisolierte Refugien oder offene Lounge-Bereiche für kommunikative Zusammentreffen verlangen in der Planungsphase ebenso eine strickte Zuordnung wie Konferenzräume als auch Denkzellen. Die meisten dieser funktionalen Arbeitsplätze sind frei verfügbar, andere müssen gebucht werden. Open Space ist eine moderne Gestaltungsvariante im Inneren von Gebäuden, um eine größere Anzahl von Personen strukturiert unterzubringen. Neben traditionellen Rollen übernimmt das Design von Innenausstattung auch komplett differente Funktionen. Anbieter von Eventflächen benötigen flexible Features, um den jeweiligen Anforderungen für Workshops, Seminare oder Abendveranstaltungen zu reagieren. Für die Konzeptionierung moderner Bürowelten nach dem Open-Space-Prinzip sind drei Bedingungen einzuhalten. Bürokonzepte sollten papierarm organisiert sein, Arbeitsmittel und private Dinge sollten in kleinen Containern und Raumtrennern ihren Platz finden.
Das moderne Büro der Zukunft setzt auf hohe technische Standards, Akustik, Rückzugsmöglichkeiten und ausreichend Abstand zwischen den Schreibtischen. Interior Design achtet auf Raumfaktoren, die in der Open-Space-Arbeitswelt eine wichtige Rolle bei der Bewertung der Arbeitsumgebung spielen. Faktoren wie Licht, Temperatur, Ergonomie, Lautstärke und Luftqualität sind eng mit der Zufriedenheit am Arbeitsplatz verbunden. Verstärkt wird die positive Wirkung durch Gestaltung und Farben sowie einer glaubwürdigen Optik. Transparente Motive und eine konsequente Umsetzung sind nur ein Teil für ein gelungenes Konzept. Die Grundvoraussetzung für das Funktionieren von Open-Space-Büros ist dessen Akzeptanz von Führungskräften und Beschäftigten, daher übernimmt die Architektur des modernen non-territorialen Büros die Verantwortung, echte „Lieblingsplätze“ zu schaffen.
In städtischen Regionen wie München bietet Open Space eine Reihe von Vorzügen, die Unternehmen in nahezu allen Branchen für sich nutzen. Innenarchitektur übernimmt bei der Planung von modernen Arbeitswelten die Verantwortung, verschiedenste Bedürfnisse, Anforderungen und Zielsetzungen zu vereinen und mit einem hohen Maß an Anpassungsfähigkeit auszustatten. Der Traum vom vielseitigen Interior Design erreicht mit einem ganzheitlichen und passgenauen Farb- als auch Materialkonzept eine neue Dimension an Flexibilität. Gemeinsam mit Brücknerinnen offene Strukturen schaffen und als attraktiver Arbeitgeber punkten.