BAUPHYSIK

Im Hochbau wird die Bauphysik als relativ junge Disziplin anerkannt. Ihre Ziele sind aufgrund politischer Entscheidungen zum klimaneutralen Bauen in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Zu den klassischen Bereichen der Bauphysik zählen Bau- und Raumakustik, Regen- und Feuchteschutz, der winterliche, sommerliche und hygienische Wärmeschutz sowie die thermische Ergonomie und Behaglichkeit. Die Themenfelder der Bauphysik liegen nicht nur eng beieinander, sie sind auch in ihrem Kontext zu beachten. Einen Bereich, den man normalerweise nicht in der Bauphysik vermuten würde, ist die Bauschadenanalyse. 

Die Bauphysik beschäftigt sich mit der den physikalischen Anwendungsprinzipien auf Bauwerke. Sie untersucht bei jedem Projekt die physikrelevanten Grundlagen der Bautechnik und arbeitet entsprechende Schutzmaßnahmen aus. Die Durchlässigkeit von Feuchtigkeit, Schall, Luft und Wärme entscheidet darüber, ob ein Gebäude erfolgreich bewirtschaftet werden kann oder mehrere Sanierungs- oder Renovierungsaktivitäten folgen. Unter den Aspekten der Funktionserhaltung werden in der Bauphysik sämtliche Maßnahmen mitgerechnet, die sich wie beim Brandschutz nicht voneinander entkoppeln lassen. Wärme- und Schallschutz sind ebenso eng miteinander verbunden wie Feuchtigkeit und Luft. 

Bauphysik schafft Komfort und sichert eine hohe
Aufenthaltsqualität von Räumen. Die Anforderungen an gesundheitliche Vorteile
im eigenen Zuhause und am Arbeitsplatz sind deutlich gestiegen. Gezielte
Umweltschutzmaßnahmen leisten einen großen Teil zur Energieeinsparung.
Bauphysik berücksichtigt neben dem thermischen Verhalten auch energiesparende
Baumaßnahmen, Bauakustik und die Bauökologie. Alles zusammen ergibt ein
umfassendes Paket an Möglichkeiten, Gebäude auf einem hohen Niveau
energiesparend zu konzipieren. 

Basierend auf der Erfahrung, dass Phänomene des Feuchte- und
Wärmeschutzes auf Schäden an der Konstruktion zurückzuführen sind, sucht man
inhaltlich in der Bauphysik nach Antworten. Ein ähnlicher Zusammenhang ergibt
sich aus einem unnatürlichen Wärmeverlust durch eine fehlerhafte Dämmqualität
der Hüllflächen. Seit 2002 erfolgt eine ganzheitliche Bewertung energetische im
Sinne der Bauphysik, wobei seit 01. November 2020 die Energiesparverordnung
Normen in der Bauaufsicht einzieht

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